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Tag 3: Uppsala – Vilhelmina

Tag 3:

Uppsala – Vilhelmina, 800km, 14 Stunden

Heute liegt die bisher längste Strecke vor uns – daher folgen wir dem Hinweis aus dem Roadbook und machen uns nach einem super leckeren Frühstück (inkl. frischen Waffeln!!!) früh auf die Socken. So zumindest der Plan. Kurz nach 7 steigen wir abfahrbereit in unseren Jeep und er..springt nicht an. Zum Glück gibt uns nach ein paar Minuten warten eine junge Schwedin Starthilfe und wir können leicht verspätet starten. Wir suchen uns mit Hilfe unseres nicht ganz übersichtlichen Straßenatlas einen Weg aus Uppsala heraus gen Norden. Challenge für diese Etappe ist heute einen gespenstischen Ort namens Borgvattner zu finden und dort als Geist verkleidet ein Foto vor dem „most haunted House“ zu machen. Nach ca. 1 Stunde Suche in unserem Atlas nach diesem kleinen Ort geben wir auf und fragen die anderen Teams um Hilfe den Ort zu finden. Zum Glück stellt sich heraus, dass wir noch nicht daran vorbeigefahren sind und er auf unserer geplanten Strecke nach Vilhelmina liegt. Bevor wir in Borgvattner ankommen, gibt es in der BCS-Whatsapp-Gruppe den Hinweis, dass ein wenig abseits des Weges ein kleiner Ice-Track liegt. Natürlich lassen wir uns das nicht entgehen und üben uns dort schon mal ein wenig im Driften. Ein Mann schaut uns dabei so fasziniert zu, dass er leider seinen Volvo in den Straßengraben lenkt. Wir versuchen ihn rauszuziehen, jedoch ohne Erfolg – die Achse scheint gebrochen. Sorry, Ole!
Weiter geht´s nach Borgvattner zum Geisterhaus. Kurz davor sagt Julian „Hier ist es doch optimal für Elche“ – und zack – sehen wir zu unserer Rechten eine ganze Herde Elche im Wald. Ein Männchen mit mächtigem Geweih und seine treuen Kühe. Sven und Julian beginnen von einem tollen Elchleben zu träumen…Kurz darauf werden wir wieder mit der Realität konfrontiert als wir wieder einen Wagen im Graben vor uns sehen. Dieses Mal hat es ein Auto unserer Rallye-Gefährten erwischt. Immer mehr Teams kommen vorbei und mit vereinten Kräften schaffen wir es den T3 zu bergen. Weiter geht es – wir wollen endlich das Geisterhaus sehen. Wir erblicken es – nachdem uns eine Herde Rentiere die Straße freigibt – ganz oben auf einem Berg. Es sieht wirklich gruselig aus, überall stehen Gespenster in den Fenstern und Sven schwört, dass sich ein Vorhang bewegt hat. Wir machen schnell unser Foto und sehen zu, dass wir Land gewinnen. Die letzten Meter nach Vilhelmina wollen bald geschafft sein. Leider klappt das wieder mal nicht so schnell wie erhofft, da wir unterwegs noch zwei weiteren Teams aus dem Graben helfen. Obwohl es für schwedische Verhältnisse recht warm ist, kam es heute um die 0 Grad gepaart mit Regen an vielen Stellen zu Blitzeis, weshalb wir die letzten 50 km nur noch mit max. 40 km/h fahren. Froh darüber, dass uns und den anderen Teams nichts Schlimmes passiert ist beziehen wir unsere gemütliche Hütte auf einem Campingplatz im Norden von Vilhelmina. 780 km gefahren. Über 13 Stunden im Auto. Spaghetti mit Tomatensoße. Bier. Gute Nacht.

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