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Tag 7 Skervøy – Honningsvag

Heute steht auf dem Plan dem Nordkap schon mal richtig nah zu kommen. Nur ein paar Kilometer südlich des Kaps liegt unser Ziel in einem Örtchen namens Honningsvag. Daher sind wir alle ganz aufgeregt, als wir heute Morgen um 6:30 Uhr in der Whatsapp-Gruppe lesen, dass die Straßen nach oben aufgrund starker Schneefälle dicht sind und man nur noch im geführten Konvoi in den Ort kommt. Die Konvoi-Zeiten wurden mit 11 & 13 Uhr angegeben. Wir wussten, dass wir ca. 6 Stunden brauchen würden. ALso knappe Kiste. Wir packen alles schnell ins Auto, Frühstück fällt aus und ab geht´s. Um kurz nach 7 sind wir auf der Straße, können aber aufgrund von Eis und Schnee nicht wirklich Gas geben. Das wäre nun echt ärgerlich – wenn nach dem Lofoten-Reinfall auch noch das Nordkap als zweites Highlight ausfallen würden. Umso mehr atmen wir auf, als uns gegen 11 Uhr die Nachricht erreicht, dass die Strecke nun soweit geräumt sei, dass wir auch ohne Konvoi fahren können. Das bringt deutliche Entspannung bei allen Teams rein, die wir auf dem Weg treffen und wir können endlich die traumhafte Natur genießen, durch die wir fahren. Wohin man sieht nur Schnee und dazwischen ein paar einzelne Bäume. Wunderschön hinter jeder Kurve. Vor allem das letzte Stück der E69 hoch Richtung Honningsvag ist die vermutlich schönste Strecke, die wir alle je gefahren sind. Entlang der schroffen Küste lenken wir unseren Jeep durch eine unberührte Schneelandschaft. Im Wasser schwimmen Eisschollen, so kalt ist es hier oben. Die Sonne strahl mit voller Kraft und lässt alles in einem zauberhaften Glitzern erscheinen. Immer wieder sehen wir Adler umher fliegen, die auf Fischjagd sind – alles sehr beeindruckend.

Gegen 15 Uhr kommen wir in Honningsvag an und beziehen unser super luxoriöses Hotelzimmer mit eigener Dusche, eigenen Betten und eigenen Handtüchern (!). Die Sonne ist schon untergegangen, es dämmert und wir brechen zum Essen auf. Wir wollen etwas lokales Essen, daher steuern wir ein gut bewertetes Fischrestaurant an. Dort gibt´s für Sven und Julian jeweils Kings-Crab und für mich Seafood-Tagliatelle. Beides schmeckt grandios und entlohnt für die lange Strecke, die wir bisher mit dem Auto zurück gelegt haben. Um 18 Uhr sind alle Rallye-Teams in einer Bar in der Nähe verabredet und wir treffen viele, mittlweile bekannte, Gesichter, plaudern über unsere Erlebnisse und lassen den Abend hier im hohen Norden gemeinsam ausklingen. Julian und Sven sind gerade noch mal los – auf der Jagd nach weiteren Polarlichtern. Ich schreibe hier unseren Blog, damit ihr alle auf dem Laufenden bleibt und genieße gleich das gemütliche Hotelbett. 🙂

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